Dienstag, 16. Juli 2013

Kann Spuren von Katzen enthalten

Bis jetzt bin ich dem Titel meines Blogs noch nicht so getreu gewesen.
Bücher habe ich immerhin schon ein paar vorgestellt, Tee trinke ich still und heimlich und die Katzen fallen untern Tisch.
Aber das wird sich jetzt ändern!

Vor 3 Wochen ist nämlich ein Kater bei uns eingezogen, ganz spontan, wie die Jungfrau zum Kinde.
Ich will ja schon lange wieder eine Katze im Haus, habe da aber meine ganz eigenen Vorstellungen gehabt.
1. Kommt nur eine Wohnungskatze infrage da wir direkt an der Hauptstrasse wohnen. Unsere Wohnung ist aber schön groß und ca. 150 - 200 qm Dachterasse ist auch vorhanden.
2. Wollte ich keine gesunde, junge Katze mit Freilaufdrang, da ich der Meinung bin, dass eine Katze nach draussen gehört. Also muss die Katze einen Grund haben im Haus zu wohnen. (Alt, Verletzt...)
3. Soll die Katze uns aussuchen und nicht andersrum.

Eine befreundete Tierärztin hat meinen Schwager gefragt ob er einen Kater aufnehmen kann. Das Katzenkerlchen hat sich nämlich anfahren lassen und sich dabei das Becken gebrochen. Er wurde von der Polizei zur Tierarztpraxis gebracht und dort operiert. Leider konnten die ehemaligen Besitzer des Katers nicht ausfindig gemacht werden und in der Praxis konnte er nicht bleiben.
Mein Schwager konnte den Kater aber nicht aufnehmen und hat es uns erzählt (und ein Foto gezeigt). Da musste ich den Kater gleich mal kennenlernen. Also Mann überzeugt das ich "nur" den Kater anschauen will und bin mit ihm zu Tierarztpraxis gefahren.
Der Kater, der dort den Arbeitstitel "Rossi" trug, hat uns gleich begeistert. Er ist gleich neugierig hergekommen, hat uns begrüßt, geschnurrt und durchkraulen lassen. Er ist unglaublich neugierig und absolut knuddelfest.

Einen neuen Namen hat er auch gleich bekommen. Männe hatte ein Alien T-Shirt an, der Kater ist rot, was liegt da näher als ihn Jonesy zu nennen, wie den Kater auf der Nostromo. Passt doch, oder?

Ellen Ripley und Jonsey

Ich hätte ihn ja am liebsten gleich mitgenommen, mein Mann hat aber noch gezögert. Aber nur kurz, denn er war genauso begeistert von dem Kleinen.

frisch eingezogener Kater

Ein paar Tage später haben wir ihn abgeholt. Jonesy ist kaum aus dem Transportkorb raus und hat gleich die Wohnung erkundet, das Sofa für sich beschlagnahmt und sich sofort heimisch gefühlt. Kein bisschen verängstigt oder verschreckt. Er ist immer da wo wir sind. Auch im Bad. Am liebsten direkt zwischen den Füssen vorm Waschbecken und sich dann wundern wenn er Wasser abbekommt ;-)

Piraten-Kater

Auch vor Fremden hat er keine Angst. Kurz nach seinem Einzug haben wir eine Party gefeiert und Jonsey hat es genossen immer mittendrin zu sein.

Fotografieren ist ja ganz nett aber der Kamerabändel ist viel Spannender!

Mittlerweile kann ich mir schon gar nicht mehr vorstellen wie es ohne Kater war. Oh, doch, definitv weniger haarig. Ich könnte mit dem ganzen Fell dass er verliert ganz viele weitere Katzen stricken!

Ich hoffe ich bekomme noch schönere Bilder, er will einfach nicht stillhalten beim Fotografieren.
Der Jung ist nämlich unheimlich verspielt und an jedem Bändel muss rumgespielt werden ;-)

Montag, 15. Juli 2013

Charlotte Richter-Peill - Magoria

Wieder einmal habe ich bei einer Leserunde auf www.leserunden.de mitgemacht. Ich bekenne mich als Büchersüchtig und das Diskutieren macht mir auch wirklich viel Spass. Ich habe mich relativ spontan dazu entschieden bei Magoria mitzulesen und habe es absolut nicht bereut. Magoria ist ein tolles Jugendbuch, ich kann es euchnur empfehlen!

Quelle: Rowohlt Verlag
Inhalt:
Maja ist ein eigentlich ein gewöhnlicher Teenager. Sie ist etwas schüchtern, mit ihrer Figur unzufrieden und hat mit ihren Selbstzweifeln zu kämpfen. Ihre beste (und einzige) Freundin Rhonda steht zwar voll zu ihr aber Maja würde gerne zu den anderen, beliebteren Leuten gehören. Nach einer Schulparty auf der Majas Schwarm eine andere küsst (welche in Majas Augen so viel perfekter ist als sie selber), sieht sie ihren ersten Schatten und fürchtet nun verrückt zu werden. Doch die Lehrerin Ada erzählt ihr von Magoria und dass sie auserwählt ist die Welt von den Schatten zu befreien. In den Sommerferien fährt Maja nach Magoria um sich als Jägerin ausbilden zu lassen und lernt dabei viel mehr als sie sich vorstellen kann.

Meine Meinung:
Zuerst lernen wir Maja kennen, die wie viele Teenager nicht mit sich selbst zufrieden ist und von Selbstzweifeln geplagt wird. Neben ihr wird Rhonda vorgestellt, ihre beste Freundin. Rhonda, welche zu den in Majas Augen perfekten Menschen gehört, weiß Majas Freundschaft und Ehrlichkeit sehr zu schätzen. Sie muntert sie immer wieder auf und hilft ihr immer wieder weiter, wenn Maja nicht weiter weiß. Beide Mädchen waren mir von der ersten Seite her sehr sympathisch. Charlotte Richter-Peill schafft es wirklich authentische Jugendliche zu beschreiben, mit Zweifeln, Ängsten und Hoffnungen. Die Figuren sind richtig plastisch und könnten beinahe aus dem Buch herausspazieren.
Auch die anderen Jäger-Anwärter Kevin, Pascal, Julian, Svea und Caroline sind sehr schön ausgearbeitet. Da hat jeder eine eigene Persönlichkeit und Handlungsweisen.
Mit Ada hatte es die Autorin sicher nicht leicht. Sie ist wahrscheinlich eine der komplexesten Personen im Buch.
Auf Magoria lernen die Jugendlichen wie sie Schatten töten können und dabei sehr viel über sich selbst. Sie müssen ihre Ängste und Zweifel überwinden. Das Training ist ziemlich hart und ich war manchmal sehr an eine Sekte erinnert. Zwischendurch habe ich mich echt gefragt wo Maja da hineingeraten ist. Faszinierend waren die Neumond-Pferde welche einem die Jagd auf die Schatten überhaupt ermöglichen.
Aber Magoria tut Maja auch gut, sie lernt sich selbst besser kennen, kommt aus dem Schatten ihrer besten Freundin heraus, lernt selbständig zu handeln und muss feststellen, dass sie durchaus auch beliebt ist.
Während am Anfang der Leser denkt, dass es ein klares schwarzweiß Geschehen ist, das Gute und das Böse klar definiert ist, wird er mit der Zeit feststellen, das dem so nicht ist. Vieles was am Anfang als die richtige Handlungsweise erscheint muss neu überdacht werden. Dabei tun sich manche Figuren sehr schwer und manchmal habe ich mich dabei ertappt, diese einfach schütteln zu wollen, dass sie die Augen aufmachen und sehen was Sache ist.
Überhaupt ist der Ideenreichtum und die Art wie Charlotte Richter-Peill die Geschichte gezeichnet hat zu loben. Das ganze Buch ist vor meinem Inneren Auge wie ein Film abgelaufen, die Figuren waren zum greifen nah. Ich könnte mir eine Verfilmung des Buches sehr gut vorstellen!
Das Ende ist zwar in sich geschlossen, hält aber eine Fortsetzung offen und ich hoffe, dass diese auch kommt!