Freitag, 21. Juni 2013

Elaine Corvidae - Unter Golems

Letztens habe ich bei Piper-Fantasy bei einem Gewinnspiel "Unter Golems" von Elaine Corvidae gewonnen.

Quelle: Piper Verlag
Anfangs war ich ein bisschen skeptisch, da mir das Cover so gar nicht gefallen hat und ich auch nach dem Lesen keinen wirklichen Bezug zum Buch finde, doch war ich ziemlich schnell von der Geschichte gefesselt.

An der Universität von Giavolo hat die Zauberin Verbena zusammen mit dem Zauberer Malachit an der Entwicklung von spezialisierten Golems gearbeitet. Als der Fachbereich für Hellsehen Anzeichen für einen Angriff auf die Universität sieht, wird ihr der Ork Riyu als Leibwächter zur Seite gestellt. Anfangs nicht sehr begeistert von der Tatsache ständig von einem Ork begleitet zu werden, lernt sie ihn besser kennen. Als dann der Anschlag auf die Universität erfolgt und Studenten von fremdartigen Golems getötet und Malachit entführt wird, macht sich Verbena mit ein paar Mitstreitern auf die Suche nach dem Schöpfer der Golems.

Die Hauptperson ist eine Magierin mittleren Alters, welche als Professorin an der Universität von Giavolo magische wissenschaften lehrt. Verbena ist sehr bodenständig und bescheiden und geht völlig in ihrer Arbeit auf.
Ich war sehr überrascht über die Wahl der Hauptperson, da sie nicht wirklich der "norm" von Protagonisten im Fantasybereich entstpricht.
Ich bin jedoch sehr angetan von Verbena und konnte sie mir auch lebhaft vorstellen. Ausserdem ist ihr Charakter sehr schön ausgearbeitet und ich als Leserin konnte mich sehr gut in sie hineinversetzten.
Richtig toll gefallen hat mir wie Verbana anfängt sich auf Riyu einzulassen, den Ork besser kennenlernt, über ihre Vorurteile nachdenkt und feststellt, dass die Orks ganz anders sind als das für die man sie hält.
Auch die anderen Charakter, vorne voran der Ork Riyu, sind liebevoll ausgearbeitet und machen das Buch sehr lebendig. Aber auch Amethyst, Weißdorn, Kiki und Turmalin sind mir ans Herz gewachsen.
Während der Suche nach dem Schöpfer der Golems und dem Entführer Malachits lernt der Leser die Figuren immer besser kennen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, manche gehen einem gehörig auf die Nerven aber dennoch sind sie (meistens) ein gutes Team. Einige Handlungen, welche im Eifer des Gefechtes erfolgen, werden danach bitter bereut. Was mir unheimlich gut gefallen hat, sind die Entwicklungen welche die einzelnen Charaktere im Laufe des Buches durchmachen. Sie wachsen an ihren Taten, sind kurz vor dem Verzweifeln und lernen sich auch selber besser kennen.
Trotz viel Spannung und Action gibt es in dem Buch ruhige Bereiche, teils zwischen den Zeilen. Es ist keine "Hau drauf" Geschichte, sondern es spielt sich auch sehr viel auf Gefühlsebene ab, es werden Oberflächlichkeiten und Vorurteile abgelegt und die Geschichte der Figuren ist genauso wichtig wie die Geschichte ihrer Mission.

Ich muss sagen, aufgrund des Covers, dem Titel und der Zusammenfassung auf der Rückseite hätte ich das Buch nicht gekauft. Inhaltlich hat es mich aber sehr überzeugt und ich denke, dass ich es sicher nocheinmal lesen werde!

Montag, 3. Juni 2013

Brotbacken für Dilettanten

Nachdem mich die Werkelwütige gefragt habe, wie ich mein Brot backen, gibts heute ein Brotrezept.
Ich backe meistens frei nach Schnauze, weswegen ich mich mit genauen Mengenangaben schwer tue. Aber ich versuche so genau wie möglich das Rezept festzuhalten.

Gebacken habe ich ein Dinkel-Roggenbrot mit Hefe

Zuerst einmal brauchen wir die Zutaten.


1 kg Mehl (ich habe helles Dinkelmehl, Dinkelvollkornmehl und Roggenmehl verwendet, zu gleichen Teilen)
2 Päckchen Trockenhefe
1 EL Salz
100ml Essig (damit bleibt das Brot saftiger)
700ml warmes Wasser
Sonneblumenkerne, Leinsamen, Sesam (Menge nach Lust und Laune)


Ich mache keinen Vorteig, dazu bin ich schlicht zu faul und mein Teig geht auch so immer wunderbar. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, sollte aber einen Vorteig machen.


Wer eine Knetmaschine hat ist nun stark im Vorteil. Ich muss meinen Teig immer von Hand kneten, was je nach Menge recht anstrengend werden kann. Gestern habe ich aber Männe schaffen lassen, da mein Finger ein tolles Pflaster mit Raumschiffen und Planeten ziert und Brot mit Pflaster sich nicht gut schmeckt.
Jetzt wird der Teig so lange geknetet bis sich erstens alles gut vermengt hat und dann wird weitergeknetet bis sich die Oberfläche vom Teig seidenweich anfühlt.


Dann Teilt ihr den Teig in zwei hälften und formt Brotlaibe daraus. Damits schön aussieht kann man noch ein Rautenmuster in die Oberfläche schneiden. Über die Brote kommt ein frisches Geschirrtuch und dann darf der Teig am besten an einem warmen Ort in ruhe erst ein paar Stunden gehen.


Ein paar Stunden später sehen meine Brote so aus. Der Teig ist schön gegangen, diesmal mehr in die breite als in die höhe. Aber das ist nicht schlimm, ein Bäcker meinte mal zu mir, das dass sogar gut ist wenn der Teig in die breite geht. Das Warum weiß ich leider aber nicht.
Die Brote backe ich bei 200Grad ca. 45min und zu den Broten stelle ich ein Becher mit Wasser in den Ofen.
Nach ungefähr 30 Minuten streiche ich die Oberfläche der Brote mit Wasser ein.




Und nun, Guten Apettit!